Arnulf Rainer

Ups, 404 Arnulf Rainer zählt unbestritten zu den international erfolgreichsten Künstlern Österreichs. Die Übermalung, die er als eigene Kunstform schuf wurde dabei zu seinem Markenzeichen.Der Autodidakt wurde in den 50er Jahren durch die gestische Malerie von Jackson Pollock, Jean Paul Riopelle und Wols so stark beeindruckt, dass er sich vom fantastischen Surrealismus abwandte und auf abstrakte Mikrostrukturen überging. Die ersten “Übermalungen”, die sein gesamtes Werk begleiten werden, entstehen um 1953. In den Jahren 1956/57 finden religiöse Themen, meist Kruzifikationen, nachhaltigen Eingang in sein Werk.Rainer beginnt in den 1960er Jahren Fotos der eigenen Physiognomie und des eigenen Körpers sowie Abbildungen alter Meister und zeitgenössischer Künstler zu übermalen. Die Untersuchungen der Körpersprache und die Frage nach der eigenen Identität manifestieren sich in den Serien der “Face Farces” und “Body Poses”. Dabei ergeben sich Berührungspunkte mit dem Wiener Aktionismus. Der Künstler setzt sich dabei immer wieder über gesellschaftliche Tabus hinweg, nicht nur im Bereich der Erotik, sondern auch ab 1977 in der Folge der Totenmasken und Totenzeichnungen.

Auf der Biennale in Venedig vertritt Rainer Österreich 1978 und 1980. In den 1980er Jahren kehrt Rainer, nach einer kurzen Phase von Hand- und Fingermalereien, zu religiösen Bildthemen zurück. Der Künstler ist ab 1981 Mitglied der Akademie der Künste Berlin und Leiter einer Meisterklasse für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien.

Den Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt erhält Rainer im selben Jahr. 1984 findet eine große Werkschau im Centre Georges Pompidou in Paris statt. Seine künstlerische Bedeutung dokumentieren weitere Ausstellungen u.a. in den USA und Canada, die von Museumsverkäufen begleitet werden und schließlich 1989 in einer großen Retrospektive im Guggenheim Museum New York münden. Die Eröffnung des Arnulf Rainer Museums 1993 in New York stellt einen Höhepunkt in der Würdigung seines Werkes da. Rainer emeritiert 1995 auf eigenen Wunsch.

Heute lebt und arbeitet der Künstler in Wien und Schloss Vornbach/Passau.

Arnulf Rainer Foto